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Online-Bestellsystem für die Pizzeria: Konfigurator, Lieferzonen & Co.

Pizzabäcker nimmt Online-Bestellung über Tablet in der Pizzeria entgegen

Ein Online-Bestellsystem für die Pizzeria braucht mehr als eine hübsche Speisekarte. Pizza ist ein Konfigurationsprodukt: Größe, Teig, Sorte, Extras — jede Kombination hat einen eigenen Preis. Wer hier mit einem einfachen Online-Formular arbeitet, das für jede Zutat nur einen festen Aufpreis kennt, verschenkt entweder Geld oder verwirrt seine Gäste. Dieser Ratgeber zeigt, welche Funktionen speziell für Pizzerien wichtig sind — vom Konfigurator über Lieferzonen bis zur Küchen-Anbindung.

Warum Pizzerien andere Anforderungen haben

Ein Burger-Laden oder ein Sushi-Restaurant verkauft meist feste Produkte mit wenigen Varianten. Eine Pizzeria dagegen bietet oft 20 bis 40 Sorten in drei bis vier Größen an, dazu Dutzende Extras. Multipliziert man das durch, entstehen hunderte mögliche Kombinationen. Ein Bestellsystem muss diese Komplexität im Hintergrund sauber abbilden — für den Gast soll die Bestellung trotzdem in wenigen Klicks erledigt sein, unabhängig davon, wie viele Sorten, Größen und Extras im Hintergrund verwaltet werden.

Ein allgemeines Bestellsystem, das ursprünglich für einfachere Speisekarten gebaut wurde, stößt hier schnell an Grenzen. Entweder fehlt die Größenlogik komplett, oder sie muss mit Behelfslösungen wie separaten Produkten je Größe nachgebaut werden — was die Pflege der Speisekarte unnötig aufwendig macht und Fehler begünstigt, etwa wenn ein Preis bei einer Aktualisierung vergessen wird.

Der Pizza-Konfigurator: größenabhängige Extra-Preise

Das Herzstück eines guten Systems ist der Konfigurator mit größenabhängigen Extra-Preisen. Konkret heißt das: Wenn ein Gast eine kleine Pizza bestellt und Salami als Extra hinzufügt, kostet das weniger, als wenn er dieselbe Zutat auf einer großen Pizza hinzufügt. Ohne diese Logik müssen Sie entweder überall den teuersten Aufpreis verlangen — was kleine Bestellungen unnötig verteuert — oder überall den günstigsten, was bei großen Pizzen dauerhaft Marge kostet, Bestellung für Bestellung.

Viele Systeme erlauben zusätzlich halbe-halbe-Kombinationen: zwei Sorten auf einer Pizza, mit korrekter Preisberechnung für beide Hälften. Das ist gerade bei Gruppenbestellungen ein häufiger Wunsch und sollte im Bestellprozess genauso einfach funktionieren wie eine normale Pizza.

Ebenso wichtig: unterschiedliche Teigsorten. Dünner Boden, dicker Boden oder glutenfreier Teig sollten sich als einfache Auswahl im Bestellprozess abbilden lassen, ohne dass der Gast dafür durch mehrere Menüs klicken muss. Je reibungsloser dieser Ablauf ist, desto seltener brechen Gäste die Bestellung vorzeitig ab — jeder zusätzliche Klick oder jedes verwirrende Menü kostet am Ende Umsatz, den Sie eigentlich schon fast in der Tasche hatten.

Kurz gesagt Ein Pizza-Konfigurator ohne größenabhängige Extra-Preise ist wie eine Speisekarte ohne Preisliste für die Hälfte der Gerichte — er zwingt Sie, bei jeder Bestellung Kompromisse bei der Marge einzugehen.

Lieferzonen für die Pizzeria richtig zuschneiden

Pizza wird traditionell weiter geliefert als viele andere Gerichte — sie bleibt auch nach 20 Minuten Fahrt noch warm und ansehnlich. Das verleitet dazu, die Lieferzone großzügig zu ziehen. Sinnvoller ist es, mehrere Zonen nach Radius, Polygon oder Postleitzahl anzulegen, jede mit eigenem Mindestbestellwert und eigener Liefergebühr. Nahe Zonen können einen niedrigen Mindestbestellwert haben, weiter entfernte Zonen einen höheren — so bleibt jede Fahrt wirtschaftlich sinnvoll. Gerade Pizzerien mit eigenem Lieferdienst profitieren davon, weil ein einzelner Fahrer pro Fahrt nur eine begrenzte Zahl an Bestellungen ausliefern kann und jede unwirtschaftliche Fahrt die Kalkulation des ganzen Abends verschlechtert. Wie Sie diese Werte konkret berechnen, erklärt der Artikel Lieferzonen & Mindestbestellwert clever festlegen.

Vorbestellung und Zeitslots für Stoßzeiten

Freitag- und Samstagabend sind für die meisten Pizzerien die umsatzstärksten Zeitpunkte — und gleichzeitig die Zeiten, in denen Küche und Fahrer am stärksten ausgelastet sind. Ein System mit Vorbestellung und Zeitslots hilft, diese Spitzen zu glätten: Gäste können schon mittags für den Abend bestellen und ein Wunschzeitfenster wählen. Die Küche sieht frühzeitig, wie viele Bestellungen in welchem Zeitraum ankommen, und kann Teig, Personal und Zutaten entsprechend planen, statt in der Stoßzeit von einer Welle an Last-Minute-Bestellungen überrascht zu werden. Auch für Abholung sind Zeitslots hilfreich: Gäste wissen genau, wann ihre Pizza fertig ist, und stehen nicht unnötig lange wartend an der Theke, während hinter ihnen schon die nächsten Gäste warten.

Küche im Blick: Küchen-Monitor und Bondruck

Sobald eine Bestellung online eingeht, muss sie schnell und fehlerfrei in der Küche ankommen. Ein Küchen-Monitor zeigt neue Bestellungen direkt am Ofen an, ein Bondrucker druckt sie parallel aus — praktisch, wenn mehrere Personen gleichzeitig an verschiedenen Stationen arbeiten. Das reduziert Missverständnisse deutlich gegenüber handschriftlichen Notizen oder abgetippten Telefonbestellungen — gerade bei komplexen Bestellungen mit mehreren Extras und Sonderwünschen zählt jedes Detail. Bestelltheke bietet diese Anbindung im Komplett-Tarif, inklusive Gutscheinen. Details zur Hardware und Einrichtung liefert der Artikel Küchen-Monitor & Bondrucker. Hardware wie Tablet und Bondrucker kaufen Sie dabei selbst nach einer Kompatibilitätsliste — verkauft oder vermietet wird sie nicht. So bleiben Sie flexibel bei der Wahl der Geräte und zahlen keine zusätzliche Miete für Hardware, die Sie ohnehin dauerhaft nutzen.

Kosten und Einstieg für Ihre Pizzeria

Die Tarife orientieren sich am Bestellvolumen: Start ab 5 % je Online-Bestellung (Deckel 399 €/Monat), Komplett mit Küchen-Monitor, Bondruck und Gutscheinen bei 7 % (Deckel 499 €/Monat), oder eine Flatrate ab 249 €/Monat ganz ohne Provision. Bei den Prozent-Modellen fällt keine Grundgebühr an. Zum Vergleich: Lieferando verlangt zwischen 13 % und 30 %, je nach Modell — ein Unterschied, der sich bei einer Pizzeria mit hohem Bestellvolumen schnell in mehreren hundert Euro pro Monat niederschlägt. Gerade bei einem Freitagabend mit vollem Bestelleingang macht sich dieser Unterschied sofort in der Kasse bemerkbar, ohne dass am Betrieb selbst etwas geändert werden musste. Die allgemeinen Grundlagen eines eigenen Bestellsystems, unabhängig von der Pizza-Spezialisierung, behandelt der Artikel Eigenes Online-Bestellsystem fürs Restaurant: der komplette Ratgeber. Alle Tarife im Detail finden Sie unter Preise, den Einstieg starten Sie über die Registrierung.

Häufige Fragen

Was bedeutet „größenabhängige Extra-Preise" beim Pizza-Konfigurator?

Ein Extra wie Salami oder Büffelmozzarella kostet auf einer großen Pizza mehr als auf einer kleinen. Ein guter Konfigurator hinterlegt das automatisch je Größe, statt einen festen Extra-Preis für alle Größen zu verlangen.

Kann ich halbe-halbe-Pizzen online anbieten?

Ja, ein passender Konfigurator erlaubt die Kombination zweier Sorten auf einer Pizza, inklusive korrekter Preisberechnung für beide Hälften.

Wie groß sollte meine Lieferzone als Pizzeria sein?

Das hängt von Fahrzeit, Fahrerzahl und Bevölkerungsdichte ab. Details und Faustregeln liefert der Artikel Lieferzonen & Mindestbestellwert clever festlegen.

Brauche ich einen Küchen-Monitor für die Pizzeria?

Zwingend nicht, aber praktisch: Bestellungen erscheinen direkt am Ofen, ohne dass jemand Bestellzettel abreißt oder Telefonnotizen abtippt. Mehr dazu im Artikel Küchen-Monitor & Bondrucker.

Was kostet ein Online-Bestellsystem für eine Pizzeria?

Bei Bestelltheke ab 5 % je Online-Bestellung (Deckel 399 €/Monat) im Start-Tarif, 7 % im Komplett-Tarif mit Küchen-Monitor und Bondruck (Deckel 499 €/Monat), oder als Flatrate ab 249 €/Monat ohne Provision. Details unter Preise.

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