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Eigenes Online-Bestellsystem fürs Restaurant: der komplette Ratgeber

Restaurantinhaber richtet eigenes Online-Bestellsystem am Laptop ein

Ein eigenes Online-Bestellsystem gehört für Restaurants, Pizzerien und Imbisse mittlerweile zur Grundausstattung — nicht als Ersatz für Lieferando, sondern als zweiter, deutlich günstigerer Kanal. Dieser Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, was ein solches System können muss, was es kostet, was rechtlich zu beachten ist und wie Sie in wenigen Tagen starten können.

Egal ob Sie eine Pizzeria, ein Asia-Restaurant, einen Döner-Imbiss oder einen Sushi-Lieferdienst führen: Die Grundfrage ist überall gleich. Wie viele Ihrer Bestellungen könnten direkt bei Ihnen landen, ohne dass ein Marktplatz mitverdient? Für die meisten Betriebe ist die Antwort: deutlich mehr, als aktuell der Fall ist. Dieser Ratgeber zeigt, wie der Weg dorthin konkret aussieht.

Was ist ein eigenes Online-Bestellsystem?

Ein eigenes Bestellsystem ist eine Bestell-Website unter Ihrer eigenen Domain oder einer Subdomain, über die Gäste direkt bei Ihnen bestellen — ohne Umweg über einen Marktplatz wie Lieferando. Sie behalten die volle Kontrolle über Speisekarte, Preise, Kundendaten und Kommunikation. Technisch besteht ein solches System meist aus vier Bausteinen: einer Bestellseite für Gäste, einem Verwaltungsbereich für Sie, einer Zahlungsanbindung und einer Anbindung an die Küche, etwa über einen Küchen-Monitor oder Bondrucker. Anders als eine reine „Speisekarte zum Anschauen" nimmt ein echtes Bestellsystem verbindliche, zahlungspflichtige Bestellungen entgegen — inklusive Adresse, Zeitwunsch und gewählter Zahlungsart.

Der entscheidende Unterschied zu einem Marktplatz: Sie zahlen keine Provision von 13–30 %, wie sie bei den großen Lieferplattformen üblich ist, sondern deutlich weniger. Gäste, die einmal über Google, Social Media oder einen QR-Code auf Ihre Speisekarte gelangt sind, bestellen künftig direkt — ohne dass ein Marktplatz mitverdient.

Wichtig ist dabei die Abgrenzung zur Agentur-Leistung: Ein Bestellsystem wie Bestelltheke liefert die fertige Software, die Anbindung an Zahlungsdienste und die technische Grundlage. Individuelles Design oder Sonderfunktionen jenseits der Standardausstattung sind eine separate Dienstleistung, die eine spezialisierte Agentur wie PixAgentur übernimmt.

Warum sich der Umstieg finanziell lohnt

Bei Bestelltheke zahlen Sie im Start-Tarif 5 % je Online-Bestellung, gedeckelt bei 399 € im Monat. Der Komplett-Tarif kostet 7 % (Deckel 499 €/Monat) und bringt zusätzlich Küchen-Monitor-Anbindung, Bondruck und Gutscheine mit. Wer lieber planbare Kosten unabhängig vom Bestellvolumen möchte, wählt die Flatrate ab 249 € im Monat — ganz ohne Provision. Bei allen Prozent-Modellen fällt keine zusätzliche Grundgebühr an. Die genauen Konditionen aller drei Tarife finden Sie unter Preise.

Zum Vergleich: Bei 200 Bestellungen im Monat und einem Durchschnittsbon von 27 € macht der Unterschied zwischen 20 % Lieferando-Provision und 5 % Bestelltheke-Provision rund 810 € im Monat aus. Über ein Jahr gerechnet ist das eine Summe, die viele Betriebe direkt in Personal, Zutaten oder Marketing investieren können. Einen ausführlichen Kostenvergleich beider Wege bietet der Artikel Eigene Bestell-Website vs. Lieferando: Was lohnt sich?.

Wichtig für die Kalkulation: Diese Ersparnis kommt nicht auf einen Schlag. Sie wächst mit jedem Gast, der künftig direkt statt über den Marktplatz bestellt. Realistisch verschiebt sich dieser Anteil über einige Monate, besonders wenn Sie aktiv darauf hinweisen — etwa mit einem Hinweis auf der Rechnung, einem Gutschein für die erste Direktbestellung oder einem Link im Google-Unternehmensprofil.

Kurz gesagt Ein eigenes Bestellsystem ersetzt Lieferando nicht zwingend, aber es senkt die Provisionslast dort, wo Sie ohnehin schon Stammkunden haben — und die Ersparnis ist Monat für Monat real.

Diese Funktionen sollte ein gutes System mitbringen

Nicht jedes Bestellsystem ist gleich. Diese Funktionen machen im Alltag den Unterschied:

  • Speisen-Konfigurator mit größenabhängigen Extra-Preisen — wichtig etwa bei Pizza, wo ein Extra auf einer großen Pizza mehr kostet als auf einer kleinen.
  • Lieferzonen nach Radius, Polygon oder Postleitzahl, jeweils mit eigenem Mindestbestellwert und eigener Liefergebühr.
  • Abholung ohne Mindestbestellwert als zusätzliche Option neben der Lieferung.
  • Vorbestellung und Zeitslots, damit die Küche Stoßzeiten besser planen kann.
  • Kundenkonto mit mehreren hinterlegten Adressen für wiederkehrende Gäste.
  • Zahlungsarten: Stripe, PayPal und Barzahlung bei Abholung oder Lieferung.
  • Bestellstatus-Workflow mit deutschen Status-Mails — von „Bestellung eingegangen" über „wird zubereitet" bis „unterwegs" oder „abholbereit" —, damit Gäste jederzeit wissen, wo ihre Bestellung steht.
  • Gutscheine und Rabattcodes für Stammkunden-Aktionen.
  • PWA-Funktion, damit Gäste die Bestellseite wie eine App auf dem Smartphone installieren können.
  • Multi-Standort-Verwaltung für Ketten mit mehreren Filialen in einer zentralen Oberfläche.

Nicht jeder Betrieb braucht sofort alle Funktionen. Wichtig ist, dass das System mitwächst: Wer heute mit einer Filiale startet, sollte morgen ohne Systemwechsel eine zweite hinzufügen können. Und wer heute nur Lieferung anbietet, sollte später Abholung und Vorbestellung einfach dazuschalten können, ohne die gesamte Einrichtung neu aufzusetzen.

Eine Live-Demo zeigt anschaulich, wie diese Bausteine im fertigen System zusammenspielen, praktisch und ohne Anmeldung.

Rechtssicherheit: DSGVO, Impressum und Button-Lösung

Ein Online-Bestellsystem in Deutschland muss rechtliche Vorgaben erfüllen, die bei einem reinen Marktplatz automatisch mitlaufen, bei einer eigenen Website aber selbst sichergestellt werden müssen. Wer hier schludert, riskiert Abmahnungen — ein Risiko, das sich mit der richtigen Grundausstattung von Anfang an vermeiden lässt. Dazu zählen die sogenannte Button-Lösung — der Bestell-Button muss eindeutig „Zahlungspflichtig bestellen" oder vergleichbar beschriftet sein —, ein vollständiges Impressum, eine Datenschutzerklärung, AGB sowie die korrekte Ausweisung von Grundpreisen. Auch der Umgang mit Kundendaten nach DSGVO gehört dazu, etwa bei gespeicherten Adressen im Kundenkonto oder beim Versand der Bestellstatus-Mails. Ein gutes Bestellsystem bringt diese Bausteine von Haus aus mit, statt dass Sie sie selbst nachrüsten müssen. Das erspart Ihnen als Betreiber die rechtliche Recherche im Detail — Sie konfigurieren die vorgesehenen Felder, statt jeden Baustein selbst zu entwerfen. Die Details dazu, inklusive typischer Stolperfallen, erklärt der Artikel DSGVO & Recht beim Online-Bestellsystem.

Lieferzonen, Mindestbestellwert und die richtige Küche

Lieferzonen entscheiden darüber, wie profitabel jede einzelne Lieferung ist. Zu groß gefasst, fahren Ihre Fahrer für wenig Umsatz quer durchs Stadtgebiet. Zu klein, verlieren Sie Gäste am Rand des eigentlich sinnvollen Liefergebiets. Ein gutes System erlaubt mehrere Zonen mit jeweils eigenem Mindestbestellwert und eigener Liefergebühr — nach Radius, Polygon oder Postleitzahl. So kann die nahe Zone einen niedrigen Mindestbestellwert haben, während weiter entfernte Zonen einen höheren Mindestbestellwert und eine höhere Liefergebühr verlangen. Wie Sie diese Werte realistisch festlegen, zeigt der Artikel Lieferzonen & Mindestbestellwert clever festlegen.

Das System selbst funktioniert unabhängig von der Küche — Pizza, Asia, Burger, Döner, Sushi oder klassischer Imbiss. Besonders bei Pizzerien gibt es aber Besonderheiten beim Konfigurator, etwa größenabhängige Extra-Preise oder halbe/halbe-Kombinationen. Diese speziellen Anforderungen behandelt der Artikel Online-Bestellsystem für die Pizzeria im Detail. Für Ketten mit mehreren Filialen kommt ein weiterer Punkt hinzu: Jeder Standort kann eigene Öffnungszeiten, eigene Lieferzonen und sogar eigene Preise haben, während Speisekarte und Marke zentral gepflegt werden.

So starten Sie: Schritt für Schritt zur eigenen Bestell-Website

Der Umstieg lässt sich in überschaubaren Schritten planen:

  1. Speisekarte digitalisieren: Gerichte, Größen und Extras mit korrekten Preisen anlegen.
  2. Lieferzonen und Mindestbestellwerte festlegen für Ihr tatsächliches Liefergebiet.
  3. Zahlungsarten aktivieren: Stripe, PayPal und Barzahlung je nach Bedarf.
  4. Rechtstexte einpflegen: Impressum, Datenschutz, AGB, Grundpreise.
  5. Küchen-Anbindung einrichten, etwa über Küchen-Monitor oder Bondrucker, sofern gewünscht.
  6. Testbestellung durchführen und Status-Mails prüfen, bevor Sie live gehen.

Für den Einstieg genügt in den meisten Fällen die Standardkonfiguration, ganz ohne Programmierkenntnisse. Wenn alle Schritte erledigt sind, können Sie parallel zu Lieferando live gehen und Ihre erste Bestellung über den eigenen Kanal entgegennehmen. Wer eigenes Design oder Sonderfunktionen jenseits der Standardausstattung braucht, kann das später über eine spezialisierte Agentur individuell erweitern lassen — für den Start ist das aber selten notwendig.

Am Ende steht ein einfacher Vergleich: Ein Marktplatz kostet Reichweite, aber viel Provision. Ein eigenes Bestellsystem kostet anfangs etwas Einrichtungszeit, dafür deutlich weniger pro Bestellung. Für die meisten Betriebe ist die Kombination aus beidem der wirtschaftlichste Weg. Den Einstieg starten Sie direkt über die kostenlose Registrierung.

Häufige Fragen

Was kostet ein eigenes Online-Bestellsystem?

Bei Bestelltheke ab 5 % je Online-Bestellung im Start-Tarif (gedeckelt bei 399 €/Monat), 7 % im Komplett-Tarif mit Küchen-Monitor und Bondruck (gedeckelt bei 499 €/Monat), oder als Flatrate ab 249 €/Monat ganz ohne Provision. Details unter Preise.

Brauche ich eigene Hardware für ein Bestellsystem?

Tablet und Bondrucker kaufen Sie selbst nach einer Kompatibilitätsliste. Bestelltheke verkauft oder vermietet keine Hardware, sondern liefert die Software und die Anbindung an Ihre Geräte.

Ist ein eigenes Bestellsystem DSGVO-konform?

Ein gutes System berücksichtigt deutsches Recht von Grund auf: Button-Lösung „Zahlungspflichtig bestellen", Impressum, Datenschutzerklärung und AGB. Details dazu im Artikel DSGVO & Recht beim Online-Bestellsystem.

Funktioniert das System auch für mehrere Standorte?

Ja. Ketten und Betriebe mit mehreren Filialen verwalten alle Standorte, Speisekarten und Lieferzonen zentral in einer Verwaltung.

Wie lange dauert die Einrichtung?

Die technische Einrichtung — Speisekarte, Lieferzonen, Zahlungsarten — ist in der Regel innerhalb weniger Tage erledigt. Die Live-Demo zeigt, wie das fertige System aussieht.

Eignet sich das System für jede Küche?

Ja, ob Pizza, Asia, Burger, Döner, Sushi oder klassischer Imbiss. Für Pizzerien gibt es besondere Anforderungen an den Konfigurator, dazu mehr im Artikel Online-Bestellsystem für die Pizzeria.

Weniger Provision, eigene Marke.

Richten Sie Ihr eigenes Bestellsystem ein — ab 5 % je Bestellung, mit Deckel, ohne Grundgebühr.