Stammkunden entscheiden über den Gewinn Ihres Restaurants — nicht Neukunden. Wer einmal bestellt und zufrieden war, soll beim nächsten Mal direkt wiederkommen, ohne Umweg über eine Plattform, die zwischen Ihnen und dem Gast steht. Eine eigene Bestell-Website ist dafür Ihr wichtigstes Werkzeug. Dieser Ratgeber zeigt, warum das so ist und wie Sie es konkret nutzen.
Warum Stammkunden über Plattformen oft verloren gehen
Bestellt ein Gast über eine große Plattform, gehört die Beziehung der Plattform — nicht Ihnen. Sie sehen weder Namen noch Adresse noch Bestellhistorie. Beim nächsten Hunger zeigt die App genauso gut das Restaurant nebenan, wenn dort ein besserer Rabatt lockt. Sie zahlen Provision, ohne die Kundenbeziehung aufzubauen, die diese Provision eigentlich wert sein müsste. Ein ausführlicher Vergleich steht im Ratgeber eigene Bestell-Website vs. Lieferando.
Dabei ist der eigentliche Grund für Treue selten der Preis allein. Gäste kommen wieder, weil das Essen stimmte, die Lieferung pünktlich war und die Bestellung einfach ging. Genau diese Erfahrung können Sie nur steuern, wenn der Bestellweg auch wirklich Ihrer ist — nicht der einer Plattform, die morgen ein anderes Restaurant bevorzugt anzeigt.
Die eigene Bestell-Website: Ihre Kundenbeziehung, nicht die der Plattform
Bestellt ein Gast über Ihre eigene Website — als Subdomain oder auf eigener Domain — gehört der Kontakt Ihnen. Sie können ihn per Status-Mail auf Deutsch informieren, ihm beim nächsten Besuch einen Gutschein anbieten oder ihn einfach wiedererkennen. Genau diese direkte Beziehung ist es, die aus einem einmaligen Bestellvorgang einen Stammgast macht.
Kundenkonto und gespeicherte Adressen als Basis
Ein Kundenkonto mit mehreren gespeicherten Adressen senkt die Hürde für die nächste Bestellung erheblich. Statt Name, Adresse und Telefonnummer erneut einzutippen, bestätigt der Gast beim zweiten Mal nur noch mit einem Klick. Diese kleine Erleichterung entscheidet oft darüber, ob jemand wiederkommt oder wieder bei einer Plattform landet, weil dort die App schon gespeichert ist.
Auch die Installation als App auf dem Startbildschirm — technisch eine PWA, ohne App-Store-Umweg — spielt hier eine Rolle. Wer Ihre Bestellseite einmal installiert hat, bestellt beim nächsten Mal mit einem Tippen, genau wie bei einer klassischen Liefer-App. Der Unterschied: Das Icon führt direkt zu Ihnen, nicht zu einer Liste voller Konkurrenten.
- Schnellere Bestellung beim zweiten und dritten Mal
- Bestellhistorie zeigt Ihnen, was gut läuft
- Direkter Kanal für Status-Mails und Rückfragen
Gutscheine und Rabattcodes gezielt für Stammkunden einsetzen
Mit Gutscheinen und Rabattcodes belohnen Sie genau die Gäste, die Sie halten wollen — zeitlich begrenzt, an einen Mindestbestellwert gekoppelt oder als Dankeschön nach der fünften Bestellung. Anders als ein platter Rabatt auf einer Plattform wirkt ein persönlicher Code direkt auf Ihre Marke ein, nicht auf die der Plattform. Diese Funktion gehört bei Bestelltheke zum Komplett-Paket.
So lenken Sie Gäste auf Ihre eigene Seite
Die beste Website nützt nichts, wenn niemand sie findet. Bewährt haben sich einfache Mittel:
- QR-Code auf Flyer, Tischaufsteller und Verpackung, der direkt zur Bestellseite führt
- Link zur eigenen Website im Google-Unternehmensprofil und in Social-Media-Profilen
- Hinweis auf der Speisekarte: „Online bestellen unter …"
- Kleiner Rabatt für die erste Bestellung über die eigene Website
Auch gute Bewertungen helfen dabei, mehr Gäste direkt auf Ihre Seite zu holen — mehr dazu im Ratgeber mehr Google-Bewertungen fürs Restaurant.
Zahlen im Vergleich
Bei Lieferando zahlen Sie 13 % bis 30 % Provision, ohne die Kundenbeziehung zu besitzen. Bei Bestelltheke zahlen Sie je nach Modell 5 % (Deckel 399 €/Monat) oder 7 % (Deckel 499 €/Monat, inklusive Küchen-Monitor, Bondruck und Gutscheinen) — oder eine Flat ab 249 €/Monat ganz ohne Provision. Immer ohne Grundgebühr bei den Prozent-Modellen. Details finden Sie unter unseren Preisen, einen Überblick über alle Funktionen unter unseren Funktionen.
Wenn Sie noch keine eigene Bestellseite haben, lohnt sich der Einstieg über ein eigenes Online-Bestellsystem fürs Restaurant. Schon die Grundausstattung mit Kundenkonto, Status-Mails und Gutscheinen reicht, um spürbar mehr Gäste zum Wiederkommen zu bewegen — ohne dass Sie dafür eine Provision von 13 % oder mehr abgeben müssen.